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Joan Vilà i Miró 1951-2025

In Erinnerung an Joan Vilà i Miró

 

Joan Vilà i Miró (1951-2025)

 

 

Ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben ist am 18. Dezember 2025 gestorben. Es hat lange gedauert bis ich mich zu diesem Nachruf aufraffen konnte, aber manchmal braucht es etwas zeitliche Distanz um die richtigen Worte zu finden. Meine Gedanken waren jedoch oft bei Joan und besonders bei Esteve, für den dieser Verlust am größtem ist. 

 

Wir haben uns während meines Erasmusstudiums 1989 im Gran Teatre del Liceu in Barcelona kennengelernt. Vor dem Brand des Opernhauses gab es dort eine sogenannte Entrada General, d.h. unnummerierte Plätze im 4. und 5. Rang. Um einen Platz mit einigermaßen Sicht zu ergattern musste man einige Stunden vor der Vorstellung im Theater sein und man musste im Treppenhaus Schlange stehen oder sitzen. Viel Zeit um sich zu unterhalten und viel Zeit für mich mein geliebtes Katalanisch zu praktizieren.

 

Ich bin mir gar nicht mehr sicher n welcher Vorstellung wir uns kennengelernt haben. Es könnte Eugen Oniegin oder Adrian Lecouvreur mit der legendären Mirella Freni gewesen sein.

Besonders in Erinnerung sind mir jedenfalls die Aufführungen von Boris Godunow Anfang 1990, kurz bevor ich nach Deutschland zurückgekehrt bin. Ich glaube, dass wir beide gespürt haben, dass dort eine besondere Freundschaft entsteht.

 

Es ist vielleicht heute kaum mehr vorstellbar, aber in dieser Zeit hatten wir den Kontakt über die normale Post aufrecht erhalten und Joan hatte seine Briefe, die ich natürlich alle aufgehoben habe, mit dem Computer geschrieben, weil er seine Schrift für unleserlich hielt. Er widerum musste mit meiner sicherlich noch unleserlicheren Schrift irgendwie zurecht kommen.

 

Es kam dann auch eine Einladung und ich habe ihn über Silvester besucht. Damals hatte ich auhc Esteve kennengelernt und unvergessen ist auch seine Mutter, die schon sehr alt war. Ich hatte den Eindruck, dass sie mich sehr mochte und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Eine für mich peinliche Situation ist mir noch in bester Erinnerung. Es war beim Essen so üblich, dass die Mirós den Wein ein wenig mit Wasser verdünnt hatten und da ich das so kannte, habe ich das auch an Neujahjr so gemacht. Alle haben mich dann entgeistert angeschaut und ich fragte Joan, was denn los sei. Er meinte nur.“Has matat el vi! Du hast den Wein getötet. Das war ein sehr teurer Wein.!

 

Ich habe dann enige Jahre später für meine Magisterarbeit wieder 6 Monate in Barcelona verbracht und Joan hat mir in der Not ausgeholfen, als ich Probleme hatte eine Wohnung zu finden und ich konnte ca. einen Monat bei ihm wohnen. Dafür bin ich ihm noch heute unendlcih dankbar.

 

Es gäbe noch viele Anekdoten zu erzählen, aber ich möchte etwas zu seiner Musikalität kommen. Joan hat wie kaum jemand etwas über Stimmen gewusst. Ich konnte micj Immer auf seinen Fachkundigen Rat verlassen und er war da auch sehr ehlrich. E selbst hatte ja als Kind die Bretter, die die Welt bedeuten betreten und als Kind als Solist im Liceu gesungen. Wenn ich mich nicht irre, war das in Tosca. In der Pubertät hat er leider seine schöne Stimme verloren und deshalb war die Sängerkarriere früh beendet.

 

Joan hat dann viele Jahre als Buchalter gearbeitet, aber seine große Leidenschaft blieb die Musik.

Er hat Sardanes, den katalanschen Nationaltanz komponiert und auch wunderbare Lieder. Ich habe alle Partituren und hüte sie wie einen Schatz. Joan hat sich nie als professioneller Komppnist gesehen, aber seine Lieder haben so viel Seele, dass das auch keine Rolle spielt. Sie snd großartige Werke.

 

Eine große Ehre war es für mich, dass ichj eines seiner jüngsten Lieder uraufführen durfte und zwar „Nodreix l’amor“. Das fand in einem Gesangsmeisterkurs in Münster statt und ich musste das erst gegen Widerstände durchsetzen, da einer der Seminarleiter der Meinung war, dass ein Lied in katalanischer Sprache doch nicht für ein Abschlusskonzert geeignet sei. Ich haber es aber durchgezogen und erinnere mich an das große Kompliment eines Gesangskollegen:“D singst mit soooo viel Gefühl!“

 

Eine große Ehre für mich war es auch, dass Joan ein Ave Maria für Sopran und Bass für mich komponiert hat. Leiider haben mich zwei Sopranistinnen dabe versetzt und deshalb wartet das Werk immer noch auf seine Urauffühurng. Mich hat das mit großer Scham erfüllt, aber es hat mir auch gezeigt, dass diese große Menschenliebe von Joan etwa ganz besonderes ist und man das leider nicht überall widerfindet, besonders in einem Bereich, indem Egoismus und Narzismus weit verbreitet ist.

 

Die letztenJjahre haben wir den Kontakt natürlich aufrecht erhalten, aber wir haben uns nicht mehr gesehen. Der Grund war, dass ich viele Jahre nicht in Katalonien war und Joan nicht der Mensch war, der viel ins Ausland gereist ist. Besonders nicht in Länder, deren Sprache er nicht gesporchen hat. Bei den letzten Neujarhsgrüßen meinte ich:“Nächstes Jahr sehen wir uns bestimmt!“ Er war da wohl skeptischer und sein Tod hat das verhindert.

 

Joan hat fast bis zu seinem mehrmals in der Woche bei Bergwanderungen Gipfel erklommen und um so schockierender kam die Nachricht von unsererm gemeinsamen, wunderbaren Freund Lluís Sintes, dass Joan im Sterben liegt. Esteve hat ihm noch in meinem Namen umarmt und ich hoffe, dass es ihn noch erreicht hat.

 

Was bleibt? Die Erinnerung an einen wunderbaren, bescheidenen Menschen und die Erinerung wird durch seine Kompositionen wachgehalten.

 

Joan und ich habe nie über Glauben gesprochen und er war sicherlich nicht der regelmäßige Kirchgänger. In seiner Komposition „Ave Maria“ spüre ich aber eine große Spiritualität und somit bin ich fest davon überzeug, dass er im Grunde genommen ein tief gläubiger Mensch war.

 

Ich werde in der Frankfurter Liebfrauenkirche ihn in einem Gottesdienst mit einer Gedenkeintragung gedenken und hoffe, dass es in seinem Sinne ist.

 

Ruhe in Frieden großer Freund! Du bist wunderbar und einzigartig. 

 

In Dankbarkeit dein Freund Thomas

 

 

 

Versió catalana:

 

Una persona molt important a la meva vida va morir el 18 de desembre de 2025. Vaig trigar molt a posar-me a escriure aquest obituari, però de vegades cal una mica de temps per trobar les paraules adequades. Els meus pensaments, però, sovint estaven amb en Joan i especialment amb l'Esteve, per a qui aquesta pèrdua és la més gran. 

 

Ens vam conèixer durant el meu any d'Erasmus el 1989 al Gran Teatre del Liceu de Barcelona. Abans de l'incendi del Liceu, hi havia el que es coneixia com a «Entrada General», és a dir, seients sense número a la 4a i 5a planta. Per assegurar-se un seient amb una vista raonablement bona, calia ser al teatre diverses hores abans de l'actuació i fer cua o seure a l'escala. Molt de temps per xerrar i molt de temps perquè jo practiqués el meu estimat català.

 

Ja no estic gens segur de quina funció va ser en què ens vam conèixer. Podria haver estat *Eugeni Oneguin* o *Adrian Lecouvreur* amb la llegendària Mirella Freni.

En qualsevol cas, recordo especialment les representacions de *Boris Godunov* a principis de 1990, poc abans que jo tornés a Alemanya. Crec que tots dos vam intuir que s'estava forjant una amistat especial.

 

Potser és difícil d'imaginar avui dia, però en aquella època ens manteníem en contacte per correu postal, i en Joan havia mecanografiat les seves cartes —que, per descomptat, he guardat— a l'ordinador

 

 

 

Potser avui és difícil d'imaginar, però aleshores estàvem en contacte per correu postal, i en Joan havia escrit les seves cartes —que, naturalment, he guardat totes— a l'ordinador, perquè pensava que la seva cal·ligrafia era il·legible. Ell, al seu torn, s'havia de conformar amb la meva cal·ligrafia, que segurament era encara més il·legible.

 

Finalment va arribar una invitació i el vaig visitar per Cap d'Any. Llavors també havia conegut l'Esteve, i no oblidaré mai la seva mare, que ja era molt gran. Vaig tenir la impressió que li agradava molt, i jo també li vaig agafar afecte. Encara recordo vívidament una situació que em va resultar bastant vergonyosa. A casa dels Miró era costum diluir una mica el vi amb aigua i, com que jo n'estava acostumat, vaig fer el mateix el dia de Cap d'Any. Llavors tothom em va mirar amb estupor i vaig preguntar al Joan què passava. Ell simplement em va dir: «Has matat el vi! Era un vi molt car!».

 

Uns anys més tard, vaig passar uns altres sis mesos a Barcelona treballant en la meva tesi de màster, i en Joan em va donar un cop de mà quan em costava trobar pis; vaig poder estar amb ell durant un mes aproximadament. Avui dia encara li estic infinitament agraït per això.

 

Hi ha moltes més anècdotes que explicar, però m'agradaria dir unes paraules sobre la seva musicalitat. En Joan en sabia de veus més que gairebé ningú. Sempre podia confiar en el seu consell expert, i a més era molt honest. Ell mateix havia pujat a l'escenari de petit i havia cantat com a solista al Liceu. Si no m'equivoco, va ser a *Tosca*. Malauradament, va perdre la seva preciosa veu durant la pubertat, motiu pel qual la seva carrera com a cantant va acabar prematurament.

 

Després, en Joan va treballar durant molts anys com a comptable, però la seva gran passió va continuar sent la música.

Va compondre *Sardanes*, la dansa nacional catalana, així com algunes cançons meravelloses. Tinc totes les partitures i les considero un tresor, un regal preciós. En Joan mai no es va veure com un compositor professional, però les seves cançons tenen tanta ànima que no importa. Són obres magnífiques.

 

Va ser un gran honor per a mi poder oferir la primera mundial d'una de les seves cançons més recents, 'Nodreix l'amor'. Això va tenir lloc en un taller a Münster, i vaig haver de superar una mica de resistència perquè es fes, ja que un dels responsables del seminari considerava que una cançó en català no era gaire adient per al concert de cloenda. Però vaig tirar endavant, i recordo el gran compliment d'una altra cantant: «Cantes amb tant de sentiment!».

 

També va ser un gran honor per a mi que Joan composés un Ave Maria per a soprano i baix per a mi. Malauradament, dues sopranos em van fallar, i per això l'obra encara està pendent de la seva estrena mundial. Això em va omplir de gran vergonya, però també em va mostrar que l'immens amor de Joan per la humanitat és quelcom força especial i, malauradament, no és quelcom que es trobi a tot arreu, especialment en un àmbit on l'egoisme i el narcisisme estan a l'ordre del dia.

 

Durant els darrers anys, naturalment vam mantenir el contacte, però ja no ens vèiem. La raó era que feia molts anys que jo no havia anat a Catalunya, i en Joan no era de les persones que viatgessin gaire a l'estranger. Especialment a països on no parlés l'idioma. En els nostres últims salutams de Cap d'Any, vaig dir: «Segur que ens veurem l'any que ve!». Probablement ell era més escèptic sobre això, i la seva mort va impedir que passés.

 

Fins al final, en Joan havia estat pujant cims diverses vegades per setmana fent excursions de muntanya, la qual cosa va fer que la notícia, rebuda del nostre meravellós amic comú Lluís Sintes, que en Joan s'estava morint, fos encara més impactant. L'Esteve li va donar una abraçada en nom meu, i espero que l'hagi sentida.

 

Què en queda? El record d'una persona meravellosa i humil, i aquest record es manté viu a través de les seves composicions.

 

En Joan i jo mai no vam parlar de fe, i sens dubte no era un feligrès habitual. Tot i així, en la seva composició 'Ave Maria' hi sento una espiritualitat profunda, i per això estic fermament convençut que, en el fons, era una persona profundament devota.

 

El commemoraré amb una inscripció commemorativa en un ofici a la Liebfrauenkirche de Frankfurt i espero que això s'ajusti als seus desitjos.

 

Descansa en pau, estimat amic! Ets meravellós i únic.

 

Amb gratitud, el teu amic Thomas

 

 

 

 

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